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Die Gassitasche für Waldwege und Laufstege

Wimmeln in Wald und Wiese – Wie vermeidet und verarztet man Zeckenbisse am Hund?

Endlich sommerliche Temperaturen und Sonnenschein, alles grünt und blüht, was liegt da näher als mit seinem Hund das schöne Wetter in Wald und Wiese in ausgedehnten Spaziergängen und Entdeckungstouren zu genießen?

Wenn da nur nicht die unliebsamen kleinen Blutsauger wären!

Zecken sind nicht nur lästig, sondern auch eine potenzielle Gefahr für den Gebissenen. Sie können schließlich Krankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, die auch für Hunde gefährlich werden können. Doch selbst, wenn Sie keine schlimmere Erkrankung zur Folge haben können sich die Biss-Stellen entzünden und es ist auch nicht gerade angenehm mit seinem besten Freund auf dem Sofa zu kuscheln und plötzlich eine vollgesogene Zecke in der Hand zu halten.

Was wehrt Zecken am besten ab?

Am besten wäre es also, wenn Zecken gar nicht erst zubeißen würden. Es gibt unzählige Vorschläge und Hausmittelchen, wobei die meisten jedoch eher fragwürdig in Ihrer Wirkung sind.

Den sichersten Schutz dürften die gängigsten chemischen Zeckenschutzmittel bieten. Entweder legen Sie Ihrem Hund ein Zeckenhalsband um oder behandeln ihn in regelmäßigen Intervallen mit Spot-on-Präperaten.

Die Halsbänder bieten den Vorteil, dass der Wirkstoff sich nur allmählich über die gesamte Hautfläche des Hundes ausbreitet und dadurch eine geringere Belastung für den Organismus darstellt. Allerdings dauert es bei Erstbenutzung auch circa eine Woche, bis der Wirkstoff überall ankommt und da dieser für Mensch und Tier geruchlos ist, kann es schnell vergessen werden das Halsband rechtzeitig auszuwechseln.

Spot-On-Präperate müssen regelmäßig aufgetragen werden und lösen durch Ihre relativ hohe Wirkstoff Dosis häufiger Unverträglichkeiten aus und belasten den Körper Ihres Vierbeiners. Dafür bieten sie einen dauerhaften Schutz auch bei Regen oder nach dem Schwimmen.

Wer lieber auf natürliche Mittel zurückgreifen möchte, hat die Qual der Wahl aus unzähligen Heilsversprechen, und es ist teilweise nicht einfach herauszufinden, was eher in den esoterischen Bereich gehört.

Die allseits beliebten Bernstein-Halsketten zum Beispiel haben eher einen dekorativen Charakter, da bisher aus wissenschaftlicher Sicht keine Wirkung nachgewiesen werden konnte.

Als der Geheimtipp schlechthin werden oftmals verschiedene Öle auf das Fell des Hundes aufgebracht. Diese müssen natürlich ebenfalls regelmäßig angewendet und nach Regen, Schlammbad oder Sprung ins kalte Nass neu aufgetragen werden.

Beispielsweise das Schwarzkümmelöl: Ein Schüler bemerkte durch Zufall, dass sein Hund weniger Zecken nach dem Zumischen des Öls in sein Futter bekam und untersuchte daraufhin durch einen Versuchsaufbau bei Jugend forscht dieses Phänomen. Danach schienen sich die Krabbeltiere wirklich vom Öl abschrecken zu lassen.

Da es allerdings keine weiteren wissenschaftlichen Studien zu dem Thema „Hund-Schwarzkümmelöl-Zecken“ gibt, ist die Wirkung nicht zuverlässig bestätigt. Außerdem sollte man hier Vorsicht walten lassen. Schwarzkümmelöl enthält ein hohes Maß an ätherischen Ölen und diese werden über die Leber abgebaut. Mischt man das Öl also ins Futter oder leckt der Hund intensiv das behandelte Fell, kann das zu Problemen führen, falls die Leber durch Krankheiten, Alter oder anderen Problemen ohnehin belastet ist.

Kokosöl dagegen enthält Laurinsäure, welche in einer bestimmten Dosierung durchaus abstoßend auf Zecken wirkt und regelmäßig erneuert wirklich helfen kann.

Schwierig bei der äußerlichen Behandlung mit Ölen aller Art ist natürlich im Endeffekt, dass der Hund eben mit Öl eingerieben ist und somit auch auf seiner Liegefläche Flecken hinterlassen kann, welche dann meistens zielsicher auf dem neuen Sofa auserkoren wird.

Natürlich können Sie auch versuchen Ihren Hund von hohen Gräsern, in denen die Parasiten sitzen, fernzuhalten. Aber wenn man ehrlich ist, genau da riecht es am besten und welcher Hund liebt es nicht, durchs hohe Gras zu rennen oder je nach Blickhöhe zu hopsen?

Es besteht übrigens auch die Möglichkeit, Ihren Hund gegen Borreliose impfen lassen, was in besonders belasteten Gebieten durchaus Sinn macht.

Egal für welche Art der Zeckenabwehr Sie sich entscheiden –  nach jedem Aufenthalt in Wald und Wiese sollten Sie das Fell Ihres Vierbeiners auf etwaige Passagiere untersuchen.

 

 

Die Zecke hat zugebissen-Was nun?

Wenn Sie eine Zecke an Ihrem Vierbeiner entdecken, sollten Sie diese schnell und präzise entfernen. Am besten mit einer geeigneten Pinzette oder mit einer Zeckenkarte.

Bei längeren Ausflügen sollten Sie diese Hilfsmittel stets parat haben, denn je schneller die Zecken entfernt werden, umso besser! Unsere praktische Smart Hazel eignet sich übrigens besonders gut, um alles wichtige schnell zur Hand zu haben.

Setzen Sie Ihr Hilfsmittel der Wahl direkt an der Haut an, und vermeiden Sie es, die Zecke zu quetschen.

Es ist übrigens egal ob Sie die Zecke leicht drehen (bitte nicht wie einen Schraubverschluss, sondern wirklich nur leicht!) oder gerade ziehen, Hauptsache es geschieht langsam und mit Gefühl. Falls noch Teile des Beißwerkzeuges in der Haut zurückbleiben sollten ist das übrigens nicht so schlimm, sie werden nach einiger Zeit abgestoßen.

Auf gar keinen Fall sollten Sie zu Öl, Kleber oder ähnlichem greifen! Eine Zecke, die so langsam qualvoll erstickt, sondert noch eine große Menge infektiösen Speichel ab, und die Gefahr für Ihren Hund ist umso größer.

Nach der Entfernung sollten Sie die Hautstelle noch einige Tage beobachten. Sobald Sie Entzündungszeichen oder einen roten Ring um die Einstichstelle herum entdecken, ist es Zeit, zum Tierarzt zu gehen. Das gilt ebenso, wenn Ihr Hund sich seltsam verhält, wenig frisst oder andere Anzeichen einer Erkrankung zeigt.

Wenn Sie aus den wirksamen Abwehrmitteln für Ihren Hund das passende auswählen und ihn regelmäßig untersuchen, was sich übrigens bestens mit einer ausgedehnten Kuscheleinheit verbinden lässt, steht einem unbeschwerten Sommer nichts im Wege!